SustainConnect: Gemeinsam nachhaltige Zukunft bauen
Zwischen Sommer und Herbst 2025 kamen 16 junge Menschen aus Berlin und dem südspanischen Andalusien zusammen, um sich gemeinsam mit Nachhaltigkeit, Unabhängigkeit und Kreativität zu beschäftigen.
Im Rahmen des Erasmus+ Projekts „SustainConnect: Empowering Youth Across Borders“ haben Laial e.V. und unser spanischer Partner Eco Axarquia / BAM zwei Jugendbegegnungen organisiert, die mehr hinterlassen haben als Erinnerungsfotos: Die Jugendlichen haben ganz neue Lebenskonzepte kennengelernt, viel über die Bedeutung des fairen und gesunden Essens und der Versorgungssicherheit erfahren. Oben drauf haben sie selbst einen Song geschrieben und Regale für eine neue Abholstelle für Bio-Kooperative Bio Agricultura Maro gebaut.
Erste Begegnung im Haus des Wandels
Vom 2. bis 10. August 2025 verbrachte die transnationale Gruppe eine Woche im Haus des Wandels in Steinhöfel, Brandenburg – einer queer-feministischen, ökologisch bewussten Hausgemeinschaft, die seitdem zu unserem festen Kooperationspartner geworden ist. Der Ort, seine Menschen und die Philosophie der utopischen Gastfreundschaft haben alle beeindruckt: Schnell verstand die Gruppe, dass sie für die Zeit ihres Aufenthalts ein Teil einer autonomen Verantwortungsgemeinschaft geworden ist, die für sich selbst und das Haus sorgt.
Die Tage waren dicht gefüllt: das gegenseitige Kennen- und Verstehenlernen, Gartenarbeit bei einer 70-jährigen Nachbarin, das Wegräumen eines gefallenen Baumes von der Hausterrasse, ein Theater- und ein Musik-Workshop, aus dem der Song We Share, We Care entstand. Beim Besuch der solidarischen Landwirtschaft „Lawine“ lernte die Gruppe, wie eine Bio-Kooperative auf Vertrauen statt auf feste Preise setzt. Ein Skate-Workshop mit dem feministischen Kollektiv „Hera“ und eine von den Berliner Teilnehmenden selbst geführte Tour durch Berlin rundeten das Programm ab.
Rückbegegnung in Maro, Spanien
Rund zwei Monate später, vom 29. September bis 7. Oktober 2025, reiste die Berliner Gruppe nach Andalusien – diesmal als Gäste.
Der Schwerpunkt lag auf nachhaltiger Landwirtschaft und der Möglichkeit, sich selbst auch in Krisensituation versorgen zu können: Mit Lebensmitteln, mit Solarenergie, mit Wassermanagement. Die Jugendgruppe besuchte lokale Kleinbäuer*innen, genoss veganes Essen aus selbst angebautem Gemüse, stellte Naturkosmetik und Ziegenkäse her. Bei einem Ausflug nach Málaga zeigten die spanischen Teilnehmenden ihren Gästen die Stadt. Im Zentrum der Woche stand ein praktisches Bauprojekt: An der neuen Abholstelle von unserem Partner „Bio Agricultura Maro“ (BAM) bauten die Jugendlichen gemeinsam ein Regal und dekorierten den Ort mit selbst gemalten Bildern. Ein weiterer besonderer Moment war der Workshop über Rassismus gegen Sinti*zze und Rom*nja, den eine Teilnehmende aus Berlin selbst für die ganze Gruppe konzipiert und geleitet hat.
Nachhaltige Eindrücke
Viele der Teilnehmenden beschrieben ihre Erlebnisse als prägend. Sie berichteten, in Südspanien einen Freiraum entdeckt zu haben, in dem man selbst entscheiden kann, wie man leben möchte. Sie waren beeindruckt zu sehen, dass man auch ohne Supermarkt leben kann, weil man seine eigenen Lebensmittel anbauen kann. Sie waren geschockt von ausbeuterischen Praktiken der Lebensmittelindustrie, die den Landwirt*innen viel zu kleine Preise zahlt und viel Essen verschwendet.
Und sie haben genossen, wie schnell sich die Gruppe kennenlernen und ein harmonisches Miteinander schaffen konnte. Sie schätzten, dass alle mit ganzem Herzen bei der Sache waren und ihre Talente zeigen konnten.
Das Projekt fand auch öffentlich Beachtung: Die englischsprachige Regionalzeitung „SUR in English“ berichtete unter dem Titel Creating deep-rooted international connections on the eastern Costa del Sol über die Begegnung in Andalusien.
SustainConnect: Empowering Youth Across Borders wurde aus dem EU Programm Erasmus+ kofinanziert (Projektnummer KA152-YOU-E10C2562).














