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Studienaufenthalt in Brandenburg

DIVE IN the youth work: Transnationales Austauschprojekt zwischen Fattizze d’Arneo APS (Italien) und Laial e.V. (Deutschland)

Was macht unsere Jugendarbeit inklusiv? Wie können wir junge Migrant*innen und Geflüchtete durch nicht-formales kreatives Lernen stärken? Und was können wir voneinander lernen?

Dies sind Fragen, mit denen sich die beiden Partner Fattizze (Süditalien) und Laial (Berlin) zwischen September 2024 und Februar 2026 unter dem Motto „Diversity, Inclusion, Vision and Empowerment through International Networking – Stärkung der europäischen Jugendarbeit“ beschäftigen. Dank der Förderung durch das EU-Programm Erasmus+ konnten wir bisher drei gegenseitige Besuche durchführen:

Im November 2024 begannen wir mit einem Kennenlernbesuch in Italien. Zum ersten Mal sah das Team von Laial den wunderschönen Ort Fattizze. Wir verbrachten Zeit miteinander, träumten und planten – nicht zu vergessen die Olivenernte mit jungen internationalen Freiwilligen in unserer Freizeit.

Im Mai 2025 absolvierten vier Jugendarbeiter*innen aus Fattizze einen vollgepackten Studienaufenthalt in Berlin und Brandenburg. In Berlin haben wir folgende Orte besucht:

  • den Community-Garten „Prachttomate“ im Herzen von Neukölln,
  • das soziale Catering-Start-up „SumSum” besucht, das von jungen Geflüchteten aus dem Laial-Team gegründet wurde, und
  • das Theater der Unterdrückten „Kuringa” besucht, das sich für konkrete Aktionen gegen Diskriminierung und Ungerechtigkeit einsetzt.

Außerdem unternahmen wir einen Ausflug nach Brandenburg, um:

  • die Gründer*innen des „Karnevals der Kulturen“ in Kagel,
  • die solidarische Bio-Landwirtschaft „LAWINE“ in Neuendorf im Sande und
  • das „Haus des Wandels“ in Steinhöfel, einen „post-lokalen Dorfplatz“ für gemeinschaftliches Leben und Kultur,

zu besuchen.

Im September 2025 besuchten vier Mitglieder von Laial sowie Freunde von „Haus des Wandels” und „LAWINE” das „Riforestival” in Fattizze – ein Festival für die Regeneration von Wäldern und der Community. Wir haben verstanden, wie das Konzept des Riforestivals gestaltet ist:

  • als eine Art „Serious Game“: als Ort des gemeinsamen Lernens durch Spielen – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen,
  • mit politischer Küche: unsichtbare Pflegearbeit kollektiv und wertgeschätzt machen, und
  • mit Plenarsitzungen zur Konfliktlösung und Regelsetzung: wo junge Menschen und Erwachsene alle teilnehmen und Verantwortung für sich selbst sowie für den gemeinsamen Raum und die Community übernehmen können.

Neben diesen nicht-formalen Lernmethoden haben wir noch einige andere Aktivitäten gemeinsam erlebt:

  • den sensorischen Pfad, der die Unterschiede zwischen sehenden und nicht sehenden Menschen überwindet,
  • Kräuterkunde & das Sammeln wildwachsender essbarer Pflanzen, wodurch traditionelles Wissen aus verschiedenen Ecken der Welt geteilt werden kann
  • das Basteln von Samenkugeln und -figuren aus Lehm, Samen und natürlichen Materialien, was die Kreativität von Jung und Alt fördert.

Als nächste Schritte werden wir unser Wissen mit Kollege*innen aus unseren Teams und der Öffentlichkeit in Vermittlungsworkshops teilen:

  1. Januar, 17:00 – 19:00 Uhr in Berlin

Um teilzunehmen, meldet euch bitte an unter: h.alkhateeb@laial-verein.de

  1. Februar in Fattizze

In Kürze werden wir auch alle Methoden, Fotos und unser gemeinsames Positionspapier online veröffentlichen – seid gespannt auf mehr!

Das Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen des Programms Erasmus+ finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autor*innen und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.

Projektpartner:

Fattizze d’Arneo APS, Italien

Ein Campingplatz inmitten eines 5 Hektar großen jungen Olivenhains. Ein Bio-Bauernhof für ein autarkes Leben. Ein Ort für Gemeinschaftssinn, gegenseitige Unterstützung und transkulturelle Solidarität, der vor 15 Jahren gegründet wurde. Ein Bezugspunkt für lokale Migrant*innencommunities, mit gemeinsamen Momenten bei Essen und Musik und Gelegenheiten zum Austausch und zur Integration. Das ist Fattizze.

Vor allem im Sommer organisiert die Community von Fattizze kulturelle Veranstaltungen für die lokale und regionale Öffentlichkeit, wie Dokumentarfilmvorführungen, Theateraufführungen, Konzerte oder Buchvorstellungen. Aspekte der Demokratie, der Menschenrechte und der aktiven Bürgerschaft sind dabei immer ein wichtiger Bestandteil. Darüber hinaus organisiert Fattizze Festivals und Veranstaltungen zu den Themen Wiederaufforstung, Sammlung von Wildfrüchten und Kräutern, regenerative Landwirtschaft und Agroforstwirtschaft sowie Ausflüge in die Natur. Die Themen Nachhaltigkeit und Ökologie sind für alle Aktivitäten von zentraler Bedeutung.

 

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